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Johann Christian Klengel (1751 Kesselsdorf - 1824 Dresden), Umkreis: Landschaft mit Hirten

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Der Betrachter blickt in eine stimmungsvolle, heitere Morgenlandschaft: Im linken Vordergrund türmen sich bewaldete Felsen auf, mittig verläuft ein Bach, der sich in einem kleinen Wasserfall in sein steiniges Bett ergießt.
Etwas zurückgesetzt, auf einem mit saftigen Gräsern bewachsenen Plateau, hat sich rechts des Baches ein Hirte mit seinem Vieh niedergelassen. Er scheint gerade angekommen zu sein – das Holzgatter, das zwischen den großen, portraithaft gegebenen Eichen sichtbar wird und einen Waldweg beendet, ist noch geöffnet. Die Szene, die beidseitig von hoch aufragenden Bäumen begrenzt wird, gibt mittig, über dem Bächlein, den Blick auf einen tief liegenden Horizont frei. Im dunstigen Licht der frühen Sonne erahnt man die Hügellandschaft der sächsischen Schweiz.

Johann Christian Klengel (1751 Kesselsdorf - 1824 Dresden) aus der sogenannten „Dresdener Schule“, dem diese wunderschöne Landschaft zugeschrieben werden kann, zählt zu den berühmtesten Meistern der Goethezeit. Wie schon bei seinem Kollegen Adrian Zingg kann man auch im Falle Klengels – schon zumal der Meister 1802 Professor an der Dresdener Akademie wurde (Ehrenmitglied seit 1786) – von einer Schulbildung sprechen. Berühmte Künstler wie Johann Christian Reinhart wurden unter seinem Einfluss erst groß – doch jeder seiner Schüler (etwa F. Christian Klaas, J. Gottlob Schumann, J. Gottlieb Stamm, J. Theodor Eusebius Faber, C. Gottfried Traugott Faber und C. Ludwig Kaaz) entwickelte einen Personalstil, der von der Hand des Meisters zu scheiden ist.

Höhe: 48 cm. Breite: 74 cm
Technik: Öl auf Holz
Entstehungszeit: um 1790/95
Entstehungsort: Dresden

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